Dieter Hansmann

Dieter Hansmann (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Dieter Hansmann (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)



Dieter Hansmann
*1955 in Einbeck
lebt und arbeitet in Nordhorn
Website: http://www.dieter-hansmann.de/

Dieter Hansmann – Maler zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit

Biografisches: 1955 wurde Dieter Hansmann in Einbeck/Niedersachsen geboren. Nach dem Abitur studierte er Kunst und Kunstgeschichte an der Universität Osnabrück und an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Nach seiner 2019  beendeten Tätigkeit als Oberstudienrat am Gymnasium Nordhorn widmet er sich ausschließlich der Bildenden Kunst.

Zur Kunst: Dass Kunst für Dieter Hansmann etwas sein würde, das sein Leben prägt, ist mit einem Namen verbunden: Clemens Freitag (* 1883, + 1969), einem heute weitgehend unbekannten Maler, dessen Sujet die Landschaftsmalerei war. Ein Bild dieses Malers, das im elterlichen Wohnzimmer hing, faszinierte Hansmann: Das Motiv war ein Flusslauf mit Birken. Die kindliche Phantasie erzeugte den Gedanken, in diesen Bildraum eindringen zu wollen, um ihn zu erkunden. Vorgezeichnet war hier auch das Interesse für Landschaften und für das Reisen, weitere prägende Elemente in Hansmanns Leben. Viermal in seinem Berufsleben nahm er sich ein Sabbatjahr, um die Welt zu entdecken. Studienreisen führten ihn unter anderem nach China, Nepal, Botswana, Namibia, USA, Vietnam und Laos. Die Aufenthalte dort waren und sind Inspirationsquelle für Werkreihen zu unterschiedlichen Themen. Entstanden sind beispielsweise Bilder zur Wüste und der Malereizyklus „Bridge and tunnels“. Weitergeführt werden Arbeiten zum Thema „Buddhismus“.

Gefragt nach den Einflüssen, die sein Werk auszeichnen, nennt Dieter Hansmann vor allem Vertreter des abstrakten Expressionismus wie Willem de Kooning, Franz Kline und Cy Twombly, aber auch Vertreter der Gegenposition wie Mimmo Paladino, der figurative Elemente in abstrakte Bildwelten integriert. Weiter kennzeichnend für das Werk von Dieter Hansmann ist neben den Einflüssen des abstrakten Expressionismus eine stringente Themenvorgabe und die Verwendung unterschiedlichster Abstraktionsstufen.

Aktuell hat er sich mit dem Thema Corona künstlerisch auseinandergesetzt. Und das in radikaler Form. In seinem Projekt „Unsichtbar“ hat er seit Januar bereits 50 seiner Leinwandgemälde in Keilrahmen übermalt und somit nahezu ausgelöscht, um auf die schwer erträgliche Lage der freischaffenden Künstler im Winter-Lockdown der Corona-Pandemie aufmerksam zu machen.

(Text: Andreas Meistermann/Februar 2021)